Die "Berliner Afrika-Konferenz", auch Kongo-Konferenz genannt, fand auf Einladung des deutschen Reichskanzlers Otto von Bismarck in der Reichskanzlei vom 15. November 1884 bis zum 26. Februar 1885 in Berlin statt.
Vierzehn Nationen nahmen teil: Deutschland, Belgien, Großbritannien, Frankreich, Spanien, Portugal und Italien sowie Russland, die Türkei, die USA, Österreich/Ungarn, die Niederlande, Dänemark und Schweden/Norwegen.
Auf dieser Konferenz teilten diese Kolonialmächte Afrika entsprechend ihren Interessen unter sich auf. Hier wurde das Schicksal Afrikas besiegelt mit bis heute reichenden verheerenden Wirkungen.
Die Berliner Afrika-Konferenz
Diese willkürliche Aufteilung Afrikas "mit dem Lineal" ist heute eine der Ursachen der meisten Grenzkonflikte in Afrika.
Das Recht auf Erinnerung, die Pflicht zur Erinnerung
Die Aufteilung Afrikas, ein Akt, der das Schicksal Afrikas in vielfältiger Weise
besiegelt hat und sich bis heute auswirkt, soll 2010 nach 125 Jahren ein symbolisches Gedenkjahr zu diesem Ereignis werden.
Ziel der Veranstaltung ist es, dieses historische Ereignis in den Mittelpunkt der aktuellen politischen, kulturellen und gesellschaftlichen Diskussion zu rücken, um der Berliner Afrika-Konferenz zu gedenken, um über ihre Auswirkungen damals und heute zu informieren und um einen Dialogprozess zu dem oben genannten Thema zwischen AfrikanerInnen, Deutschen und anderen Europäern zu starten, an einem Ort (Berlin) wo das Gegenteil von Dialog und Völkerverständigung geschah.
Ziel der Veranstatung ist es auch, den deutschen Kolonialismus zu thematisieren, seine begangenen Gräueltaten zu dokumentieren, und die unterschiedlichen politischen und wissenschaftlichen Positionen zu diesem historischen Ereignis zu diskutieren
Abbau von Vorurteilen gegenüber AfrikanerInnen und Menschen afrikanischer Herkunft
Es werden neue Informationen vermittelt und der Dialog zwischen Afrika und Europa wird gefördert.
Ein sehr wichtiges Anliegen ist außerdem, den Zusammenhang zwischen kolonialem Rassismus und den heutigen Formen des Rassismus gegenüber AfrikanerInnen herzustellen. Da transatlantischer Sklavenhandel, Sklaverei und Kolonialismus der Ursprung heutiger Formen des Rassismus sind, wird der antiafrikanische Rassismus ausführlich behandelt.
Die Dehumanisierung der AfrikanerInnen fand dort ihren Ursprung. Deshalb ist auch heute noch die Hemmschwelle AfrikanerInnen anzugreifen, viel niedriger als bei anderen Minderheiten. Und deshalb ist die Zahl der Opfer des Rassismus, vor allem bei rassistischer Gewalt, bei AfrikanerInnen disproportional sehr hoch vertreten.
Die UNO und Gremien des Europäischen Rats haben die Bundesrepublik mehrfach aufgefordert, dagegen vorzugehen.

Kooperationspartner:
Global Afrikan Kongress Deutschland
Projektträger
Afrika-Rat Berlin-Brandenburg e.V.
www.afrika-rat.org
Vorsitzender: Moctar Kamara
Telefon: +49 (0) 1721797958
Der Afrika-Rat Berlin Brandenburg e.V. wurde am 28.5.2005 gegründet und ist ein Netzwerk und Interessenszusammenschluss von 37 Vereinen und Initiativen der afrikanischen Diaspora in Berlin und Brandenburg.
Wichtigste Aufgabe des Afrika-Rates ist es, die gemeinsamen Interessen der afrikanischen Diaspora in Berlin und Brandenburg zu bündeln und zu vertreten.
Mehr unter www.afrika-rat.org
Der Afrika-Rat ist für seine Arbeit auf Spenden und Mitgliedsbeiträge angewiesen
Spenden an den Rat sind steuerlich absetzbar
Konto Nr. 702242
BLZ 210 602 37
bei Evangelische Darlehensgenossenschaft
Gefördert durch:
den Integrationsbeauftragten des Berliner Senats
